Donnerstag, 31. Juli 2014

[Buchgewinne] Hilfe! Mein Anmeldeformular hat nicht funktioniert!


Anlässlich meines 3.000sten Besuchers hatte ich am 25.07.14 ein Gewinnspiel online gestellt. Leider hat das Anmeldeformular nicht richtig funktioniert und eure Anmeldungen sind nicht eingegangen! *heul*
Ich hatte das Formular zwar am Tag der Erstellung ausprobiert - scheinbar ging es aber nur einen Tag gut und nun funktioniert nichts mehr, wie ich an meiner heutigen Test-Mail festgestellt habe. Nun vertraue ich auf Google Forms und bin guter Dinge.

Es ist so schrecklich, denn all eure tollen Anmeldungen sind nun verloren gegangen! Ich habe lediglich 2 Anmeldungen erhalten. Und zwar von "Normal-ist-langweilig" und "Nilis_Bücherregal".

Daher möchte ich alle anderen bitten, mir noch einmal euren Bücherwunsch zu schicken!


Hier geht es zum Gewinnspiel-Beitrag und dem (hoffentlich nun funktionierenden) Anmeldeformular: Gewinnspiel

Dieses Mal werde ich euch auch eine Bestätigungs-EMail schreiben. Und solltet ihr innerhalb von 3 Tagen nichts von mir hören, schreibt bitte einen Kommentar in meinem Blog - sicher ist sicher. Ich möchte nicht, dass so etwas noch einmal passiert. :-(

Ich hoffe, dass nun niemand mit seinen Wünschen durch diesen Fehler verloren gegangen ist! :-( Es tut mir so schrecklich Leid!!!  


Freitag, 25. Juli 2014

[Buchgewinne] 3.000 Besucher - Das muss gefeiert werden!



Wie versprochen, habt ihr nun endlich die Möglichkeit auf meinem Blog 1 Buch oder Hörbuch zu gewinnen. Anlass ist mein 3.000ster Blogbesucher! Vielen Dank meine lieben Leser! :-*

Durch meine Umfrage habt ihr vor einiger Zeit eine Auswahl getroffen und hier sind die begehrtesten Bücher:

Marion Zimmer Bradley - Das Schwert der Amazone (Buch)

Sie hat alles vergessen: ihre Herkunft, ihre Familie, ihren Namen, nur nicht die Fähigkeit, mit Schwert und Schild zu kämpfen wie die besten Gladiatoren der Arena. Und etwas weiß sie tief in ihrem Inneren - dass kein Mann sie je berühren darf.

Anmerkung: Das Buch habe ich schon eine gefühlte Ewigkeit und weiß leider auch nicht mehr, woher ich es habe. Durch den kaum noch sichtbaren Mängelexemplar-Stempel vermute ich mal, dass es aus einer Wühlkiste stammt. Durch sein Alter sind die Seiten etwas vergilbt, aber ansonsten ist das Buch wie neu und noch ungelesen.



Agatha Christie - Mord im Orientexpress (Buch)

Eigentlich wollte Hercule Poirot die Fahrt in dem weltberühmten Luxuszug genießen, aber seine Mitreisenden verderben ihm das Vergnügen gründlich. Allerdings wird er bald entschädigt, denn eine Leiche wird entdeckt. Ein Toter und ein Zug voller Verdächtiger: ein gefundenes Fressen für den Meisterdetektiv.

Anmerkung: Dieses Buch war ein Geschenk meiner lieben Tante. Da die Seiten schon sehr vergilbt sind, vermute ich, dass es bereits ziemlich alt ist. Ansonsten ist es noch gut erhalten und hat keinerlei sonstige Mängel.


Ethan Cross - Ich bin die Nacht (Buch)

Mein Name ist Francis Ackerman junior. 

Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. 

Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.


Anmerkung: Bei Bastei Lübbe konnte ich an der Leserunde zu diesem Buch teilnehmen und bekam das Skript in Rohfassung zu lesen, bevor das Buch auf dem Markt war. Nach erfolgter Rezension erhielt ich das Buch vom Verlag geschenkt. Für einen kleinen Vorgeschmack könnt ihr gern meine Rezension lesen.


Will Hill - Department 19, Die Mission (Hörbuch)

In Jamie Carpenters Leben war (fast) alles ziemlich normal. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse: Da taucht dieses Mädchen auf, das dunkle Erinnerungen in Jamie wachruft. Seine Mutter verschwindet spurlos. Er wird von einem dämonischen Kerl bedroht. Und ein monströser Hüne namens Frankenstein rettet ihn. Plötzlich findet sich Jamie in der geheimen Organisation der britischen Regierung wieder: Department 19. Verantwortlich für die Bekämpfung des Übernatürlichen. Gemeinsam mit Frankenstein und dem Vampirmädchen Larissa versucht Jamie alles, um seine Mutter aus der Gewalt des mächtigsten und brutalsten Vampirs zu befreien. Und gleichzeitig regt sich etwas viel Älteres, das selbst das Department 19 nicht aufhalten kann...

Anmerkung: Dieses Hörbuch habe ich bei Rebuy gebraucht gekauft. Eigentlich wollte ich das Buch bestellen, griff aber versehentlich zum Hörbuch. Da ich kein Hörbuch-Fan bin, sucht es nun einen neuen Besitzer.



Und so geht es!

Mit dem unten beigefügten Anmeldeformular könnt Ihr Euch bis zum 

22. August 2014 


für eines oder mehrere der Exemplare bewerben. Ihr landet dann mit anderen Bewerbern dieses Buches in einem Lostopf und über Random.org werde ich den Gewinner auslosen und benachrichtigen sowie hier öffentlich bekannt geben.

Ihr müsst keine Leser meines Blogs sein, um in den Lostopf zu kommen. Ich würde mich aber freuen, wenn ihr euch dennoch dafür entscheidet. :-) Auch über reges Teilen meines Gewinnspiels würde ich mich freuen. 


Die Teilnahmebedingungen:
  • Teilnahme ab 18 Jahren. Bei Minderjährigen nur mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten.
  • Wohnsitz ist hier in Deutschland.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Dienstag, 22. Juli 2014

[Rezension] Erin Hunter - Warrior Cats, In die Wildnis


"Von diesem Tag an, bis er sich seinen Kriegernamen verdient hat, heißt dieser Schüler Feuerpfote, zu Ehren seines flammenfarbenen Fells."

Weltweit verfolgen Fans das Geschehen um die KatzenClans: USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, Japan, Korea, China, Tschechien, Litauen, Portugal, Ungarn, Brasilien, Norwegen und Griechenland Ein Wald. Vier Clans. Und alle wollen überleben. Jenseits der Menschen, tief verborgen im Wald, leben die Katzen der Clans wild und ungezähmt. Feuerpfote, der seine Zweibeiner verließ, um sich dem DonnerClan anzuschließen, genießt das stürmische Leben des Waldes in vollen Zügen. Seite an Seite mit den wilden Katzen lernt er zu jagen, seine Instinkte zu gebrauchen, er lernt den Wald zu hören und seine Feinde zu riechen. Doch das Leben stellt ihn auch immer wieder auf die Probe, denn der Platz ist eng, das Futter knapp. Blaustern, die Königin des DonnerClans, hat Zweifel, ob es der Clan schaffen wird, bis zur Blattfrische zu überleben. Da erfährt Feuerpfote von der Prophezeiung: „Nur Feuer kann den Clan retten!“ Was hat diese Prophezeiung zu bedeuten?


Eigene Inhaltswiedergabe


Sammy ist ein Hauskätzchen, das von einem Leben in Freiheit träumt. Als er bei einem Streifzug im nahe gelegenen Wald auf Graupfote trifft und sich im Kampf gegen ihn bewährt, entscheidet Blaustern, die Anführerin des großen DonnerClans, Sammy in die Reihen des wild lebenden Clans aufzunehmen. Von nun an soll er Feuerpfote heißen. 

Als Schüler von Blaustern und mit dem treuen Freund Graupfote an seiner Seite besteht Feuerpfote so manches Abenteuer und stellt sich kühn jedem Kampf. Durch seine offene Art gewinnt Feuerpfote viele Freunde, nicht nur innerhalb des DonnerClans. Doch wer Freunde hat, hat bekanntlich auch Feinde und gegen diese muss der tapfere Kater gewappnet sein.


Das Cover


Das Cover ist einfach wunderschön. Es zeigt Feuerpfote, den stolzen, mutigen Kater, den der Leser in diesem Buch begleitet. Sein Fell scheint feuerrot und seine Augen glühen förmlich in einem satten Grün. Unterhalb seines groß abgebildeten Kopfes ist eine Katze zu sehen, die im Wald umher springt. Ich vermute, auch dies soll Feuerpfote darstellen, der mit dem Beitritt zum DonnerClan die einzig richtige Entscheidung in seinem Leben getroffen hat. Denn endlich ist er frei und kann in der Wildnis leben, wie er es sich immer erträumt hat.


Die Story


Anders als in vielen Fantasy-Romanen geht es in diesem Buch nicht um Menschen, sondern um Katzen. Sie leben in wohl organisierten Clans im Wald, müssen jagen, um zu überleben und sich innerhalb, als auch außerhalb ihres Clans behaupten. Die Regeln sind klar und dienen dem geordneten Miteinander. 

Man begleitet den kleinen Hauskater Sammy auf dem Weg von einem wissbegierigen Schüler zu einem vollwertigen Mitglied innerhalb des DonnerClans; ist immer an seiner Seite - in Freude und Kummer. Nicht nur 1x habe ich ein Freuden- oder Trauertränchen verdrücken müssen und fühlte mich zum Clan zugehörig.

Die Idee zu diesem Roman finde ich großartig. Immer schon habe ich überlegt, wie wilde Tiere wohl ihr Überleben in Gruppen oder Rudeln meistern. Erin Hunter hilft mir bei meinen Überlegungen und zaubert ein kleines Reich voll von wundervollen Katzen.


Die Charaktere


Der Hauptprotagonist ist Feuerpfote. Er ist ein tapferer, offener, loyaler und wissbegieriger Kater und Kämpfer. Der Leser begleitet ihn auf seinem Weg in die aufregenden Weiten des Waldes, mitten ins Herz des DonnerClans.

Feuerpfote lernt den treuen und mutigen Kater Graupfote kennen und freundet sich recht schnell mit ihm an. Graupfote ist immer an Feuerpfotes Seite und unterstützt ihn bei all seinen Fragen rund um das Leben als Clanmitglied.

Auch die anderen Clan-Mitglieder sind alle für sich einzigartig und besonders. Frau Hunter zeichnet hier so wundervolle Katzen, die sich in Fellfarbe, sonstigem Aussehen und Charakter so unterscheiden, dass sie einen bis auf die letzten Seiten des Buches verzaubern.


Der Schreibstil


Mit der schnörkellosen, einfach zu verstehenden Sprache ist "Warrior Cats" auch als Jugendbuch geeignet. Durch den Handlungsaufbau rund um den Kater Feuerpfote und die durchgehende Spannung kann man das Buch schnell und flüssig durchlesen.

Erin Hunter beschreibt die Katzen so bildlich, dass man kein Problem hat, sie sich vorzustellen. Sie sind alle für sich einzigartig und strahlen eine gewisse Aura aus. 

Damit man als Leser bei den vielen Namen nicht durcheinander kommt, hat Frau Hunter eine Auflistung sämtlicher in dem Buch vorkommenden Katzen beigefügt. Ebenso findet man als Leser am Anfang des Buches eine große Landkarte des Waldgebietes und somit die Einzeichnungen der Territorien der 4 Clans. Diese Zeichnung ist sehr hilfreich für die Vorstellung, die man zu der Landschaft im Kopf entwickeln kann.


Das Ende


Das Ende ist wundervoll und passend und macht Lust auf mehr. Das Buch ist in sich abgeschlossen, aber dennoch möchte man wissen, wie es um das ehemalige Hauskätzchen weiter geht. Was für neue Abenteuer es bestehen muss und wie viele neue Freunde und Feinde ihm auf seinem Weg begleiten.


Fazit


Eine Geschichte voller Freundschaft, Treue und Stärke - zu Tränen rührend und spannend. Ein wundervolles Buch, nicht nur für Katzenfans!

Favoritstatus!


1. In die Wildnis
2. Feuer und Eis
3. Geheimnis des Waldes
4. Vor dem Sturm
5. Gefährliche Spuren

Freitag, 11. Juli 2014

[Rezension] Isa Grimm - Klammroth

In der Öffnung brodelte die Schwärze wie das Innere eines Teerkochers, schien Blasen zu werfen, die platzten und in sich zusammenfielen, aber immer wieder wie Gesichter aussahen: junge, schreiende Gesichter.

Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkel, und etwas regt sich in den Schatten. Einst war Klammroth ein stiller Weinort am Fluss - bis eine Katastrophe die Idylle zerstörte. Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im Tunnel, viele weitere wurden entstellt. Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht - und jemand fordert neue Opfer. Der Tunnel hat Anais nicht vergessen ...


Eigene Inhaltswiedergabe


Anais muss in ihre alte Heimatstadt Klammroth zurückkehren, weil sie die Angelegenheiten ihrer verstorbenen und verhassten Stiefmutter Theodora zu klären hat. Widerwillig betritt sie die Grenzen von Klammroth und fühlt sich sofort wieder schmerzlich an die Katastrophe von damals erinnert - die gewaltige Explosion von Schulbussen im Klammrother Tunnel, in der viele ihrer Schulkameraden zu Tode gekommen sind oder schwere Verbrennungen erlitten haben. Sie gibt sich die Schuld für den Unfall und auch selbst ist ihr Körper von schmerzhaften Narben übersät.

Anais Stiefmutter führte in Klammroth erfolgreich eine Schmerzklinik für die Überlebenden der Katastrophe, die durch den Unfall so starke Verbrennungen erlitten hatten, dass das Leben ohne Behandlung unerträglich wäre. Nach und nach kommt Anais hinter das Geheimnis von Theodoras Erfolg und muss erkennen, dass sie selbst immer noch ein Teil von Klammroth ist und die Opfer der Explosion nach Erlösung rufen. Anais muss sich mit ihren tiefsten Ängsten und verborgenen, längst vergessen Ereignissen auseinandersetzen, um endlich zu verstehen. 


Das Cover


Auf dem Cover sieht man einen Tunnelausgang, vor dem eine Frau steht. Man selbst steht im Tunnel und blickt nach draußen. Der Blick ist rötlich-gelb gehalten, als würde der Tunnel brennen. Ein sehr gelungenes Cover.


Die Story


In diesem Buch geht es um Vergangenheitsbewältigung durch ein traumatischen Ereignis. Wir begleiten Anais und fühlen uns mit in den Strudel aus Schuldzuweisung und Unverständnis gezogen. Die Geschichte beginnt seicht, wird mystisch und nimmt eine unpassend unrealistische Seite an. Man ist als Leser nicht sicher, in welche Richtung die Autorin gehen möchte. Drama, Mystik oder seichter Horror? Für mich stimmt die Mischung nicht.


Die Charaktere


An erster Stelle steht hier natürlich Anais, die sich die Schuld an dem Unfall von damals gibt und einfach nicht vergessen kann. Daran erinnert wird sie regelmäßig durch die Brandnarben, die ihren gesamten Körper zieren. Sie erhofft sich durch den Besuch in Klammroth nicht nur die Angelegenheiten ihrer toten Stiefmutter zu erledigen, sondern auch endlich mit dem Kapitel abzuschließen.

In der Schmerzklinik lernt sie Herrn von Stille kennen, einen Greis jenseits der 80. Er lebt schon seit vielen Jahren in der Klinik und war ein guter Freund von Theodora. Warum ist er aber immer noch in der Klinik, wenn er doch scheinbar keine Schmerzen mehr hat?

Außerdem lernen wir den Polizisten Jan Herzog kennen, der im Fall Theodora ermittelt, da sie nicht einfach nur gestorben, sondern in ihrem alten Haus bei lebendigem Leib verbrannt ist. Er ist sehr besorgt um Anais - muss aber dennoch Abstand zu ihr wahren, da sie als Tatverdächtige in Frage kommt.

Zu guter Letzt treffen wir noch auf Sebastian, die Jugendliebe von Anais. Er kümmert sich aufopfernd um seine Schwester Nele, die vom hiesigen Unfall so schwer gezeichnet ist, dass sie nur noch als Torso existiert. Er hat sich die Idee in den Kopf gesetzt, dass Theodora irgendetwas hinter den Mauern der Schmerzklinik getrieben hat, das nicht legal war. Er hält es einfach nicht für möglich, dass jemand in der Schmerztherapie so überdurchschnittlich große Erfolge erzielen konnte.


Der Schreibstil


Der Inhalt ist durch den Schreibstil leicht verständlich und flüssig zu lesen.


Das Ende


Das Ende der Geschichte um Anais war genau so zu erwarten und passte auch, um einen sinnvollen Abschluss zu erzielen. 


Fazit


Die Mystik wurde anfangs gut transportiert, doch leider driftete sie irgendwann in skurrile Zusammenhänge ab, die der Story leider einen Abbruch getan haben.


Vielen Dank an dieser Stelle an den Bastei Lübbe Verlag http://www.luebbe.de/ und Blogg dein Buch http://www.bloggdeinbuch.de/ für das kostenfreie Rezensionsexemplar.

Hier kaufen: Klammroth: Roman  



Mittwoch, 9. Juli 2014

[Rezension] Bernhard Giersche - Karl -ausgeliefert-


Grothner hob die Oberlippe, bleckte die Zähne, seine Mundwinkel wiesen nach unten. Er lächelte.

»Das Spiel ist zu Ende, wenn ich sage, dass es zu Ende ist!« 
Die Entführung des Multimillionärs Karl Grothner soll Marius Kleinhans zu einem reichen Mann machen. Trotz aller schützenden Sicherheitssysteme gelingt ihm der große Coup, doch um welchen Preis! Hätte er über die Persönlichkeit seines Opfers mehr gewusst, wäre er Einbrecher geblieben, statt zum Kidnapper zu werden. Aber zur Umkehr ist es schon lange zu spät, denn eine tödliche Maschinerie aus Mord, Lügen und Intrigen gerät unaufhaltsam in Gang. Der Strudel aus Machtgier und morbider Liebe reißt alle Betroffenen mit sich, und schon bald verwischen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Es beginnt ein tödliches Spiel, dessen Ausgang unvorhersehbar ist.


Eigene Inhaltswiedergabe


Karl, Multimillionär und Konzernchef, wird entführt. Der Entführer Marius Kleinhans verspricht sich davon jede Menge Geld. Doch plötzlich wendet sich das Blatt und Marius verliert zunehmend die Kontrolle.

Während Karls "Abwesenheit" übernimmt sein Chefjustiziar Dr. Krieger den Posten als Chef im Grothner-Imperium. Er handelt allerdings nicht nach Grothner-Art und das gefällt der treuen Sekretärin von Karl, Elisabeth Huss, gar nicht. 

Und irgendwo ist da noch Vlad, der mit Hilfe seiner Handlanger vor unmenschlichen Taten nicht zurück schreckt, solange er sein Geld sieht.

Das Spiel kann beginnen.


Das Cover


Das Cover zeigt eine Metallschüssel mit trockenem Brot darin. Über der Schüssel läuft eine Kette entlang und im Umkreis der Schüssel kann man einen feuchten, dreckigen Boden sehen. Das Cover ist zu 100% passend. Als Leser wird man schnell merken, wieso. Allerdings hätte ich im Geschäft anhand des Covers nicht nach dem Buch gegriffen. Mir fehlt darauf der Pfiff.


Die Story


Ein Entführungsfall, so ganz und gar nicht wie er im Buche steht. Die Geschichte ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher in dieser Richtung gesehen oder gelesen habe. Natürlich beginnt es mit einer 1A Entführung, aber die Wendungen darin sind so... anders..., dass es einem schier den Atem verschlägt.


Die Charaktere


Allen voran ist da natürlich Karl. Ein Chef zum Hassen, ein Mensch mit einer eisernen Persönlichkeit. Es gibt nichts an ihm, was man auch nur im Entferntesten mögen könnte. Weiteres möchte ich nicht verraten, dafür lest bitte das Buch. :-)

Der Leser lernt außerdem Elisabeth Huss kennen, die Karl absolut hörig ist und in ihm scheinbar so eine Art Heiligen sieht. Sie ist ein graues Mäuschen, kennt nur die Arbeit und lebt auch für diese. Von ihr wird der Leser aber noch eine Wandlung erleben.

Dann ist da noch Gerald Picard, der Chefermittler der SOKO "Karl", der während den Ermittlungen seinen langen Kollegen und Freund Paul Gruhlich verliert und sich an dem ganzen Fall die Zähne ausbeißt. Ein starker Mann, aber selbst damit teilweise überfordert.

Es gibt natürlich noch weitere Charaktere, die hier mehr oder minder eine Rolle spielen, aber ich habe mich dazu entschieden hier nur die Wichtigsten zu nennen.


Der Schreibstil


Der Stil ist schnörkellos, knallhart und direkt, so wie man es von Bernhard gewohnt ist. Die Schreibweise ist fließend und man kann als Leser super folgen.

Zu Anfang hat er ein paar Szenen eingearbeitet, die man zunächst nicht zuordnen kann, die sich aber für die bessere Übersichtlichkeit in kursiv abgrenzen. Ein Element, das zusätzlich für Neugierde sorgt.

Einige Passagen waren stellenweise so grausam, dass ich erst einmal tief Luft holen und mehrmals Schlucken musste, bevor ich weiterlesen konnte. Und dass mir, einem eingefleischten Horrorfan.

Alles in allem wie immer sehr überzeugend.


Das Ende


Genaugenommen gibt es 1 Ende und eine Ergänzung. Das eigentliche Ende spielt in der Gegenwart der aktuellen Handlung und die Ergänzung bezieht sich auf 3 Monate später. Das Hauptende ist super und hat mich als Leser begeistert. Von mir aus hätte es auch so stehen bleiben können. :-) Aber eigentlich, ja, eigentlich... Ohne die Erzählungen 3 Monate später wäre es nicht das für das Buch richtige Ende gewesen. Ich wusste nicht, ob ich schmunzeln oder schreien sollte. *g*

Rundum super!


Fazit


Kein typischer Entführungs-Thriller; eine Story voller Wendungen, Intrigen und Lügen und einem absolut, vollständig unbeschreiblichen... Karl.

Favoritstatus!



Hier kaufen: Karl -ausgeliefert  



Dienstag, 27. Mai 2014

[Gewinnspiel] 3.000 Besucher - Das muss gefeiert werden!


Mensch, da dachte ich, ich habe noch Zeit bis ich aus meinem Urlaub zurück bin und siehe da, die 3.000er-Marke ist schon geknackt! Viiiiiielen, viiiiielen Dank ihr lieben Besucher meines Blogs! Ich freue mich sehr! :-D

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Da ich, wie gesagt, nicht so früh damit gerechnet habe, und demnächst in meinen Flitterwochen bin, schaffe ich es vermutlich nicht mehr vorher, ein Gewinnspiel zu starten. Ich verspreche euch aber, dass ich sofort damit anfange, sobald ich aus BALI (ja, Bali *freu*) zurück bin.


Ich kann euch ja schon einmal verraten, dass "Ich bin die Nacht" von Ethan Cross das Rennen gemacht hat und auf jeden Fall bei der Verlosung dabei sein wird. Vielen Dank auch an dieser Stelle noch an euch für die tolle Abstimmung! So finden einige Bücher bald ein neues zuhause. :-)

Ganz liebe Grüße
Litis



Mittwoch, 21. Mai 2014

[Rezension] Michael White - Die Fährte der Toten


Sie versucht sich zu wehren, doch nadelspitze Zähne reißen ihre Kehle auf, und Lees letzer Gedanke ist, dass ihre Reise ans Ende der Nacht nun endlich begonnen hat.

Lees Wunsch nach Rache...

Ihre Familie wurde massakriert und sie selbst mit zwei Kugeln im Rücken zum Sterben in der Wüste zurückgelassen. Doch Lee wird von Pete und seiner Gang gerettet und kann den Killern entkommen. Als sie nach jahrelanger Flucht wie durch Zufall auf die Spur der Mörder stösst, sieht sie die Chance gekommen, Rache zu nehmen – und gerät in eine tödliche Falle!


...führt sie direkt ins Herz der Finsternis

Ein Diener der Uralten bringt Lee in seine Gewalt und verwandelt sie in ein Kind der Dunkelheit. Um ihre Freiheit zurückzugewinnen, schließt Lee einen blutigen Kontrakt mit ihm - doch inzwischen haben die unruhigen Toten ihre Witterung aufgenommen, und Lee muss erkennen, dass ihre Reise ans Ende der Nacht gerade erst begonnen hat.


Eigene Inhaltswiedergabe


Als kleines Mädchen muss Lee miterleben, wie ihre Familie getötet wird. Beinah fällt sie selbst den Killern zum Opfer, wenn sie nicht in den Händen von Pete und seiner Rockerbande gelandet wäre, die sich ihrer annehmen.

Eines Tages aber begegnet sie Frank, der sie zu einer von "Ihnen" macht, um Spaß mit Lee zu haben. Aber nicht nur er hat es auf sie abgesehen. Scheinbar wollen alle ein Stück vom Lee-Kuchen abgekommen und so fristet Lee ein Dasein im Schatten, immer bedacht auf die Feinde in ihrem Rücken zu achten. Doch was macht sie so besonders?


Das Cover


Eine verheißungsvolle Kapelle in der Wüste, ein schiefes Grabeskreuz und geheimnisvolle Schriftzeichen im blutrot durchtränkten Himmel. Ein richtig klasse Cover! Passend vor allem zu den letzten Kapiteln, die sich genau dort abspielen.


Die Story


Das Buch handelt nicht von einer gewöhnlichen Vampir-Geschichte, sondern ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Es geht nicht nur um blutrünstige Vampire, sondern auch um jahrhundertealte mystische Wesen. Alles ist verworren und wirkt gerade dadurch noch mystischer.

Vereinzelt hatte ich Schwierigkeiten dem Geschehen zu folgen. Es stürzen zu viele Informationen auf den Leser ein, die er nicht verarbeiten kann. Zu viel, was im Dunkeln liegt und lange nicht ans Licht kommt - bis man den Faden verliert. Irgendwann ab einem Dreiviertel des Buches hat mich Herr White leider in den Tiefen seines Buches verloren.


Die Charaktere


Die Hauptprotagonistin ist ganz klar Lee. Sie ist eine sehr undurchsichtige Person; kühl, hart und seltenst sensibel. Ihre raue Art ist sicher der Zeit mit der Rockerbande geschuldet und dem Gefühl ständig auf der Flucht vor den Mördern ihrer Familie zu sein. Diese Mentalität kommt ihr im Vampirdasein zugute. Dennoch bin ich mit Lee nicht wirklich warm geworden.

Es gibt noch einige weitere Protagonisten, die mehr oder weniger häufig Lees Lebensweg kreutzen. Am sympathischten war mir Pete, der Anführer des Rockertrupps. Er war von allen Charakteren im Buch der Menschlichste. Schade, dass er so eine kleine Rolle hatte.


Der Schreibstil


Das Buch ist in 4 Abschnitte geteilt: Teufel, Engel, Menschen und Samhain. Die Namen der Abschnitte sind durchaus passend gewählt. Die vorherrschenden Eigenschaften der Protagonisten in diesem Abschnitt sind an den Titel angelehnt. Unterhalb der einzelnen Abschnitte gibt es trotzdem noch Kapitelunterteilungen. 
Zwischen den einzelnen Abschnitten gibt es teilweise große Zeitabstände, die man aber erst einmal realisieren muss, da sie nicht klar erwähnt werden. Wir rechnen hier ja schließlich nicht in Menschenjahren. ;-) 
Innerhalb des Teufel-Teils wechselt Herr White sogar zwischen Gegenwart und Vergangenheit, ohne mit der Wimper zu zucken bzw. ohne auch nur den leisesten Hinweis darauf zu geben. Bis man dahinter gestiegen ist, befindet man sich im Engel-Teil.

Nebenbei war für mich der Wechsel zwischen den einzelnen Protagonisten sehr gewöhnungsbedürftig. Herr White schreibt zwar in der 3. Person, wechselt aber während eines Kapitels auch die Charaktere. Hat man mit Lee im Kapitel gestartet, kommt man z.B. mit ihrem Schöpfer Frank wieder heraus. Diese Aufteilung finde ich ungewöhnlich und eine klare Abtrennung der Handlungen unter den Charakteren hätte ich besser gefunden.

Des Weiteren haben sich auch viele Rechtschreibfehler eingeschmuggelt. Aber durch die hilfreichen Tipps der Leser in der Leserunde bei LovelyBooks werden diese sicher ausgemerzt.


Das Ende


Das Ende löst leider keine der unbeantworteten Fragen, so dass man auf jeden Fall den 2. Teil lesen müsste. Mich hat der Autor aber leider nicht so überzeugt, dass ich Lee im nächsten Teil begleiten möchte.


Fazit


Wer den Durchblick bei den vielen ungelösten Fragen behält, muss sich auf jeden Fall den 2. Teil vornehmen. Ich bin allerdings leider in den Untiefen der Vampiräonen untergegangen und werde Herrn White nicht mehr im nächsten Teil begleiten - auch, wenn die Vampire noch so schön kaltblütig sind.


Hier kaufen: Die Fährte der Toten  



Dienstag, 20. Mai 2014

[Rezension] Jilliane Hoffman - Mädchenfänger


Es war eine einfache Frage, aber sie wirkte. Sie wirkte immer. "Bist du online?"

Die dreizehnjährige Lainey kann es kaum fassen: Der gutaussehende Zach, den sie beim Chatten kennengelernt hat, steht auf sie. Und er will sie treffen! Sie verabreden ein Date. Als Lainey von der Schule nicht heimkehrt, zieht man einen Spezialisten zurate: FBI-Agent Bobby Dees. Alle Spuren führen ins Nichts. Bis ein Gemälde auftaucht. Es zeigt eine gefesselte junge Frau – und das, was ihr bevorsteht. Die Zeit wird knapp. Und Bobby kommt ein furchtbarer Verdacht: Was, wenn der Mörder mehrere Opfer in seiner Gewalt hat? Mädchen, die keiner mehr vermisst?


Eigene Inhaltswiedergabe


Elaine Emerson verschwindet spurlos. Ihre Mutter macht sich zunächst keine Sorgen; glaubt, Lainey sei weggelaufen. Doch der FBI-Agent Bobby Dees, Spezialist für entlaufene Kinder, wird auf den Fall angesetzt und erkennt schnell, dass Lainey entführt worden ist. Jedoch fehlt ihm jede Spur.

Zeitgleich muss Bobby sich mit einem gefürchteten und skrupellosen Serienmörder, dem Picasso-Mörder, auseinandersetzen, der entlaufene Mädchen entführt und misshandelt. Dabei wird er immer wieder schmerzlich an seine Tochter Katy erinnert, die ebenfalls spurlos verschwunden ist.


Das Cover


Die Schrift ist in goldfarbenen Lettern gehalten, umgeben von Farbelementen wie auf einem Gemälde. Das Cover ist zwar schlicht, aber da es in diesem Thriller um den Picasso-Mörder geht, umso aussagekräftiger.


Die Story


In diesem Buch geht es um ein, leider, aktuelles Thema - Kindesentführung und -misshandlung. Geschürt wird diese Angst noch zusätzlich durch die Konfrontation mit dem Medium Internet. Unsere Kinder sind heutzutage schutzlos dem World Wide Web ausgeliefert, offenbaren in allen möglichen Netzwerken ihre gesamte Identität. Für einen Serienkiller wie in diesem Buch eine nie versiegende Quelle an Möglichkeiten. 


Die Charaktere


Der Hauptprotagonist ist Bobby Dees, FBI-Agent und Ermittler im Bereich von Vermisstenfällen Jugendlicher. Als Leser wird man häufig mit Bobbys Leben und seinen Gefühlen konfrontiert. Man erfährt, dass Bobbys Tochter Katy vor langer Zeit spurlos verschwunden und scheinbar mit ihrem damaligen Freund durchgebrannt ist. Man spürt, wie sehr Bobby die aktuellen Fälle um den Serienkiller mitnehmen, gerade weil er sich immer noch nicht sicher sein kann, dass Katy wirklich nur davongelaufen ist. Seine Ehe leidet ebenfalls extrem darunter und zu allem Überfluss muss sich Bobby wegen den aktuellen Mordfällen um den Picasso-Killer auch noch vor der Presse rechtfertigen, warum das FBI so wenige Vermisstenfälle lösen kann.

Neben Bobby gibt es noch gefühlte 100 weitere Charaktere, die ich irgendwann nicht mehr auseinander halten konnte. Neben etlichen FBI-Agenten, kamen noch Polizisten und sonstige Ermittler hinzu und das Chaos in meinem Kopf war komplett. Glücklicherweise waren die Namen der Charaktere nicht wichtig, um die Geschichte zu verstehen. Weniger wären trotzdem nett gewesen.


Der Schreibstil


Der Stil von Frau Hoffman ist schnörkellos und gut verständlich.


Das Ende


Auf den letzten 80 Seiten nimmt die Spannung rasant zu. Ein Ereignis führt zum nächsten und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Wendung und die Auflösung des Mörders war für mich überraschend. Man konnte als Leser nicht wirklich selbst darauf kommen, sondern hat erst mit der Auflösung wichtige Hinweise bekommen - schade. Bestimmte Sachverhalte wurden vom FBI rekonstruiert und haben im Endeffekt schlüssig zum Mörder geführt. EIN Vorfall allerdings war nicht schlüssig und passte nicht zum Mörder. Hat Frau Hoffman das übersehen oder die Entwicklung dem Zufall überlassen?

Enttäuscht haben mich außerdem auch die allerletzten Sätze der Story. Ich weiß nicht, was sich Frau Hoffman mit diesem Ende erhofft hat, aber es wirkte einfach dahingeklatscht und hat mich enttäuscht. Als dachte sie sich: So, das muss jetzt noch sein und dann bin ich fertig. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich das Ende schlecht fand - es war durchaus schön und herzergreifend. Es wirkte auf mich einfach nur nicht echt.


Fazit


Ein Buch mit einem präsenten Thema, einem verletzlichen FBI-Agenten, aber einem leider für mich unrealistischen Ende.


Hier kaufen: Mädchenfänger  




Mittwoch, 7. Mai 2014

[Mein Buch des Monats] April 2014

Schnell war für mich während des Lesens klar, dass dieses Buch mein Buch des Monats wird:

Autorin: Jennifer McMahon
Titel: Winter People
Preis: 14,99 € (broschiert) und 12,99 € (eBook)
ISBN: 3548286097
ASIN: B00GRWD1YM
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Seiten: 400
Sprache: Deutsch
Kaufen bei Amazon: Winter People - Wer die Toten weckt

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Es hat eine durchdringende Art, sich in das Gedächtnis des Lesers zu graben und nicht mehr loszulassen. 

Hier geht es zu meiner Rezension.


Zur Autorin:

Jennifer McMahon wuchs in Connecticut auf. Sie hat als Anstreicherin, Farmarbeiterin, Druckvorlagenherstellerin, Pizza-Ausfahrerin sowie in einem Obdachlosenheim gearbeitet und war in der Betreuung seelisch kranker Kinder und Erwachsener tätig. Die Autorin lebt mit ihrem Freund und der gemeinsamen Tochter in Vermont.

Hier geht es auch zur Homepage zur Autorin: http://jennifer-mcmahon.com/



Freitag, 2. Mai 2014

[Rezension] D. J. Franzen - Armageddon, Die Suche nach Eden - Verlorene Hoffnung


"Der Herr unterzog sie alle einer Prüfung, und nur diejenigen, die stark genug im Glauben waren, würden bestehen."


Die Gruppe der Überlebenden um Sandra, Martin und Pfarrer Stark kommt im verwüsteten Deutschland nur langsam voran. Der Militär-LKW, mit dem Sandra und Stark einen Teil der Kinder aus Köln retten konnten, ist mit den Mitteln und Kenntnissen der Gruppe nicht zu reparieren. Sie beschließen sich zu Fuß nach Nörvenich durchzuschlagen, wo Sandra noch aktive Einsatzkräfte vermutet. Unterwegs treffen sie Stephan, einen Eigenbrödler mit merkwürdigen Neigungen. Trotz ihrer Bedenken gibt Sandra nach, als er sich den Flüchtlingen anschließen will.
Auf ihrem Weg werden die Überlebenden von einer ständig größer werdenden Meute schneller Zombies verfolgt, die von Frank angeführt werden. Gabriel peitscht den immer größer werdenden Hass auf alles Lebende in Frank an.
Doch als die Überlebenden endlich ihr Ziel erreichen, erweist sich der Stützpunkt als ...

... verlorene Hoffnung


Eigene Inhaltswiedergabe


Sandra, Patrick, Martin und die Kinder sind weiterhin auf dem Weg nach Nörvenich zum Fliegerhorst, da sie sich dort Sicherheit, Medizin und Nahrung erhoffen.

Unterwegs treffen sie auf Stephan, der zwar wegen seiner Stärke eine Bereicherung für die Gruppe ist, aber dennoch nicht sehr vertrauensvoll ist und irgendetwas verbirgt.

Auch ein weißer Hund begleitet unauffällig die Gruppe und warnt sie vor Zombies, wenn sie sich nähern. Scheint er die Gruppe wirklich zu beschützen oder ist es nur Einbildung, dass er immer im richtigen Moment bellt?


Das Cover


Das Cover ist in einem nebeligen Blau gehalten. Im Hintergrund sieht man eine Ruine und einen kahlen Baum. Davor stehen 4 Personen - 3 Kinder und 1 Erwachsener, die zu dem zerstörten Gebäude schauen. Das Cover ist zwar sehr stimmungsvoll, dennoch spielt diese Ruine keine Rolle in dem Buch. Hier hätte ich mir eine direktere Verbindung zur Geschichte gewünscht - z.B. den Fliegerhorst.


Die Story


Wie auch in den Teilen davor wird der Leser hier mit der typischen Zombie-Apokalypse konfrontiert. Im Meer an Zombie-Büchern muss man sich als Autor heutzutage ganz schön behaupten. Ich finde aber, dass das Herr Franzen ganz gut meistert. Zombie-Geschichten sind nichts für schwache Nerven und sollten auch nicht geschönt sein.


Die Charaktere


Sandra und Patrick sind ja bereits aus den vorangegangenen Teilen bekannt. Martin kennen wir erst seit dem 2. Teil. In "Verlorene Hoffnung" lernt der Leser nun Stephan kennen. Mit dabei sind die Kinder, die besondere Fähigkeiten haben. Im 3. Teil finden sie auch noch weitere Kinder.

Martin ist seit dem 2. Teil der Hauptprotagonist. Er hat Frank abgelöst, der scheinbar in einer Explosion ums Leben gekommen ist. Martin hat mit Entzugserscheinungen zu kämpfen, da er vor dem Ausbruch der Apokalypse Drogen genommen hat. Als seine noch vorhandene Ration an Drogen versiegt ist, wird er eine Last für die Gruppe. Dennoch bleibt er stark und beißt sich durch.

Patrick ist ein alter abgebrühter Pfarrer und neben seinen Predigten doch recht sympathisch. 

Sandra ist mir in diesem Teil so richtig zuwider. Sie kommandiert die Gruppe herum, ohne Rücksicht auf die Gefühle der anderen. Keiner traut sich aber ihr zu widersprechen, da sie merkwürdigerweise gerade wegen ihrer Art die Gruppe zusammen hält.

Stephan ist eigentlich ein Einzelgänger und hat sich bisher gut allein durchgekämpft. Warum er sich nun ausgerechnet dieser buntgemischten Truppe anschließt, wird schnell klar. Die kleinen Mädchen der Gruppe spielen dabei eine Rolle.

Unterwegs treffen die Überlebenden des Öfteren auf eine weißen Hund, der sie scheinbar vor Zombies warnt, wenn diese im Anmarsch sind. Durch den unheimlichen Mann im schwarzen Anzug, der sich Gabriel nennt, erfährt der Leser, dass der Hund Luzifer ist. Was spielen die Erzengel für eine Rolle und vor allem für ein Spielchen?


Der Schreibstil


Die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Durch viele Unterkapitel bekommt die Story eine gewisse Eigendynamik, die mir gut gefällt. Leider haben sich im eBook auch einige Rechtschreibfehler eingeschlichen.


Das Ende


Das Ende ist offen, da es natürlich noch weitere Teile gibt. Die Truppe ist am Fliegerhorst angekommen und muss sich noch gegen eine riesige Horde von Zombies, angeführt durch Frank, zur Wehr setzen. Sandra riskiert dabei ihr Leben, nur um die Kinder zu beschützen. Dass der Fliegerhorst eine "Verlorene Hoffnung" ist, erkennt man hier als Leser noch nicht. Liest man aber den Klappentext des 4. Teils, wird dies deutlich. Der Titel ist daher für mich nicht ganz richtig gewählt.


Fazit


Ein interessanter 3. Teil mit einem moderaten Spannungsbogen und einem für mich nicht nachvollziehbarem Titel.



1. Gottes letzte Kinder - Rezension
2. Die Vergessenen - Rezension
3. Verlorene Hoffnung
4. Babylon
5. Herbst
6. Kaltes Land
7. Winter
8. Terror
9. Odysse
10. Eine neue Ordnung